Gold kaufen: Materialwert, Kosten und Risiken

Goldpreise können steigen und fallen. Bei Schmuck bezahlen Sie neben dem Metall auch die Verarbeitung. Für einen späteren Verkauf sollten Sie diesen Unterschied berücksichtigen.

Warum sich der Goldpreis täglich ändert

Der Goldpreis entsteht weltweit an den Märkten und schwankt ständig, je nach Angebot und Nachfrage, Wechselkursen (Gold wird in US-Dollar gehandelt), Zinsen und der allgemeinen Wirtschaftslage. Notiert wird meist je Feinunze (31,1 g); für Schmuck rechnet man das auf den Preis je Gramm um.

Materialwert und Verkaufswert

Der reine Materialwert ergibt sich aus Feingehalt, Gewicht und aktuellem Goldpreis. Beim Kauf von Schmuck kommen Verarbeitung, Design und Zustand dazu; beim Ankauf von Altgold zählt dagegen vor allem das Material. Unseren Ankaufsrechner finden Sie auf der Seite Ankaufswert berechnen.

Schaubild: Verkaufswert von Schmuck = Materialwert plus Verarbeitung und Handelsspanne; Ankaufbasis ist der Materialwert Verkaufswert (Schmuck) + Verarbeitung & Handelsspanne Materialwert (Feingold) = Ankaufbasis
Beim Schmuckkauf zahlen Sie zusätzlich für Verarbeitung, Design und Handelsspanne. Beim Ankauf von Altgold zählt vor allem der reine Materialwert.

Münzen oder Schmuck?

Wenn Sie vor allem Gold besitzen möchten, vergleichen Sie bei Barren und Münzen den Preis mit ihrem Feingoldgewicht. Bei Schmuck gehören Gestaltung und Verarbeitung zum Kaufpreis. Diese Kosten erhalten Sie bei einem späteren Goldankauf nicht automatisch zurück.

Steuer: Anlagegold vs. Schmuck

Für Anlagegold gelten die Voraussetzungen des § 25c UStG. Die Steuerbefreiung hängt bei Barren und Münzen von den dort genannten Merkmalen ab. Nicht jedes Stück aus Gold fällt darunter. Schmuck ist kein Anlagegold im Sinne dieser Regelung.

Unser Hinweis

Wir sind Juwelier, keine Anlageberatung. Die hier genannten Informationen sind allgemein und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf. Für Ihre persönliche Situation sprechen Sie am besten zusätzlich mit einer unabhängigen Beratung.